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Masten Gregory

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Masten Gregory war ein US-amerikanischerAutorennfahrer.

Auch wenn Gregory bei zahlreichen Formel-1-Rennen seine Klasse erkennen ließ, lagen seine eigentlichen Stärken in Sportwagenrennen. Der Brille tragende Amerikaner hatte als Erbe einer Versicherungsgesellschaft das nötige Kapital, um sich Rennwagen leisten zu können. Gregory begann 1952, beeinflusst durch seinen Schwager, mit dem Motorsport. Anfangs bestritt er Rennen auf Jaguar; sein erster internationaler Auftritt waren 1954 die 1000 km von Buenos Aires. Nach dem Rennen erwarb er den dort siegreichen Ferrari und begann auch in Europa, Rennen zu fahren. In den darauffolgenden Jahren gewann er Rennen in Aintree und Nassau und belegte bei zahlreichen weiteren Rennen Podestplätze. Sein bis dahin größter Erfolg war der Sieg der 1000 km von Buenos Aires 1957, zusammen mit Eugenio Castellotti und Luigi Musso.

Nachdem er bei diesen Rennen überzeugt hatte, bekam er für die Formel-1-Saison 1957 einen Maserati zur Verfügung gestellt. Gleich bei seinem ersten Rennen, dem GP von Monaco, wurde er Dritter. Zusammen mit zwei vierten Plätzen ergab das Rang 6 in der Fahrerwertung, und das in seinem ersten Jahr. In der Saison 1958 trat er ebenfalls sporadisch auf Maserati an, erreichte aber lediglich einen vierten Platz in Italien. Dafür entschädigten ihn Siege bei Sportwagenrennen auf der AVUS, in Silverstone und Spa-Francorchamps.

Sein bestes Formel-1-Jahr war die Saison 1959, in der er auf Cooper-Climax Zweiter beim Grand Prix von Portugal und Dritter beim GP der Niederlande wurde. In Deutschland schied er in Führung liegend aus. In den nachfolgenden Jahren stockte seine Formel-1-Karriere, dafür feierte er 1961 auf Maserati einen Sieg beim 1000-km-Rennen am Nürburgring.

Mitte 1961 wechselte er zu einem Lotus-Privatteam, wo er die nächsten beiden Jahre blieb. Mit unterlegenem Material konnte er seine Klasse nicht ausspielen, ein einziger WM-Punkt (6. Platz beim GP der USA 1962) blieb seine magere Ausbeute. Auch ein Sieg beim einem nicht zur WM zählenden Rennen in Karlskoga (Schweden) kann darüber nicht hinwegtäuschen. Ende der Saison 1963 trat er für zwei Grands Prix aufLola an, schied jedoch beide Male aus.

Gregory pausierte ein Jahr, und kehrte 1965 fulminant zurück. Beim 500-Meilen-Rennen von Indianapolis versuchte er sich in diesem Jahr erstmals. Von den hinteren Plätzen gestartet arbeitete er sich allmählich bis auf den fünften Rang vor, als ihn ein Motorenproblem aus dem Rennen warf. Nur wenige Wochen später gewann er mit Jochen Rindt auf einem NART-Ferrari das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Seine Formel-1-Karriere beendete er nach ein paar kläglichen Versuchen auf B.R.M. Ende 1965, blieb jedoch bis 1972 als Sportwagenrennfahrer aktiv und konnte weitere gute Platzierungen erringen.

Gregory zog sich nach Amsterdam zurück, wo er als Diamantenhändler und Juwelier eine zweite Karriere begann.


1985 starb er an einem Herzinfakt.

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