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Lotus
Name: Lotus
Nation: Großbritannien Großbritannien
Gründung: 1947
Rennserie: -
Homepage: grouplotus.com


Statistiken Bearbeiten

Formel 1 Bearbeiten

Formel 1
Erstes Rennen Monaco 1958 Siege 79 Führungsrunden 5.495
Letzes Rennen Australien 1994 Podien 172 Führungs-km 26.158
Rennen 491 Poles 107 Fahrer 132
Punkte 1.368 Schnellste Runden 71 Modelle 50
Meisterschaften (K) 7 Meisterschaften (F) 6 Motorenlieferanten 12


Saisonüberblick
Saison Modell Motor Rang
1958 Lotus 12, 16 Climax 6
1959 Lotus 12, 16 Climax 4
1960 Lotus 16, 18 Climax 2
1961 Lotus 18, 18/21, 21 Climax 2
1962 Lotus 18, 18/21, 21, 24, 25 Climax, Borgward, BRM 2
1963 Lotus 18, 18/21, 21, 22, 24, 25 Climax, Ford, BRM 1
1964 Lotus 24, 25 Climax, BRM 4
1965 Lotus 18/21, 20, 21, 22, 24, 25, 33 Climax, BRM, Ford 1
1966 Lotus 25, 33, 43 Climax, BRM 5
1967 Lotus 25, 33, 43, 49 Ford Cosworth, Climax, BRM 2
1968 Lotus 49, 49B Ford Cosworth 1
1969 Lotus 49, 49B, 63 Ford Cosworth 3
1970 Lotus 49, 49B, 49C, 72C, 72D Ford Cosworth 1
1971 Lotus 56B, 69, 72A, 72B, 72C Ford Cosworth, Pratt & Whitney 5
1972 Lotus 72D Ford Cosworth 1


Biografie Bearbeiten

Das Team Lotus war wie Lotus Cars ein Unternehmen der von Colin Chapman gegründeten Lotus Group. Es war von 1958 bis 1994 in der Formel 1 und zeitweise auch anderen Rennserien vertreten und konnte mehrere Fahrer-Weltmeister-Titel erringen. Lotus war in den 1960er und 70er Jahren eines der erfolgreichsten Formel-1-Teams. Teamchef Colin Chapman war der Erfinder der Monocoque-Karosserie ud außerdem der erste Konstrukteur, der die von allen Rennwagen seit den 50er Jahren bekannte rundliche Kühlluftöffnung am Wagenbug abschaffte und für den Lotus 72 (erster Einsatz Großer Preis von Spanien 1970) eine keilförmige Karosserie mit seitlichen Kühlern schuf. Andererseits riskierte Chapman immer wieder das Leben seiner Fahrer, indem er noch nicht getestetes oder gefährliches Material bei Rennen einsetzte.

Graham Hill sagte einmal: „Wenn mich ein Rad überholt, weiß ich, dass ich in einem Lotus sitze.“

Noch drastischer drückte es Jochen Rindt aus, als er meinte, dass er „im Lotus entweder umkommt oder Weltmeister wird“. Beides bewahrheitete sich 1970.

Geschichte Bearbeiten

Die AnfängeBearbeiten

Beim Großen Preis von Monaco 1958 setzte Colin Chapman erstalig einen mit Climax-Motor ausgestatteten Lotus 12 in der Formel 1 ein. Als Piloten gingen die Briten Cliff Allison und Graham Hill an den Start. Für beide Fahrer war dies ebenfalls das Premieren-Rennen. Punkte konnte Lotus jedoch in diesem Rennen noch nicht einfahren. Knapp einen Monat später, beim Großen Preis von Belgien fuhr Allison auf den vierten Platz und somit die ersten, und für 1958 auch die einzigen, Punkte für Lotus. Am Ende der Saison belegte des Team den sechsten und letzten Platz in der neu eingeführten Weltmeisterschaft für Konstrukteure.

Zwei Jahre später, ebenfalls beim Monaco-Grand-Prix, gelang Stirling Moss der erste Sieg für das Team Lotus und wurde am Ende der Saison Dritter in der Weltmeisterschaft, allerdings mit nicht einmal halb so vielen Punkten wie Weltmeister Jack Brabham im Cooper. Traurigerweise musste das Team in Belgien auch den ersten tödlich verunglückten Fahrer bedauern; In der 24. Runde durchschlug ein Vogel das Visier von Alan Stacey, dabei geriet der Wagen von der Strecke und ging in Flammen auf. Diese konnten zwar schnell gelöscht werden, dennoch kam für den jungen Briten jede Hilfe zu spät. 1960 war auch das Jahr in dem Jim Clark durch Lotus in die Formel 1 kam und diesem Team bis zu seinem tragischen Unfall 1969 treu blieb und zwei Weltmeisterschaften einbrachte.

1962 kam es bei dem nicht zur Weltmeisterschaft zählenden Grand Prix von Natal zu einem weiteren tödlichen Unfall. Der für Rhodesien startende, frühere Motorradweltmeister, Gary Hocking starb in einem Lotus 24 nachdem er während voller Fahrt eine Nierenkolik erlitt und sich in Folge dessen mehrfach überschlug und an einem Baum prallte.

Ein Jahr später gewann Jim Clark erstmalig die Weltmeisterschaft. Mit einer hervorragenden Bilanz von sieben Siegen in zehn Grand Prix gewann er suverän vor BRM-Pilot Graham Hill. Lotus gewann zudem ebenso überlegen die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. 1965 wiederholten Clark und Lotus diesen Triumph mit sechs Siegen in zehn Rennen.

Die goldenen JahreBearbeiten

1967 ging das Team Lotus eine langjährige Bindung mit dem Motorenlieferanten Ford Cosworth ein. Unter der Leitung von Keith Duckworth war Cosworth einer der erfolgreichsten Motorenproduzenten der Formel 1 und bis 2006, wenn auch zuletzt weniger erfolgreich, tätig. Bereits im ersten Einsatz in einem Lotus 49, beim Großen Preis der Niederlande, holte die Lotus-Ford-Cosworth-Kombination mit Graham Hill sowohl die erste Pole als auch mit Jim Clark den ersten Sieg für einen Ford Cosworth Motor in der Formel 1.

Graham Hill wurde 1968 zum zweiten Mal Weltmeister. Doch dieses Jahr wurde eines der traurigsten in der Geschichte des Teams. Am 7. April verunglückte der zweimalige Weltmeister Jim Clark in einem für ihn völlig bedeutungslosen Formel-2-Rennen auf dem Hockenheimring tödlich.

1969 hatten Graham Hill und Jochen Rindt im Lotus 49 beim Großen Preis von Spanien kurz hintereinander einen Unfall, als die labilen Aufhängungen ihrer Heckflügel brachen. Daraufhin wurden die mittlerweile überdimensionalen Heckflügel bzw. Heckschwingen an den Formel-1-Wagen verboten.

Auch 1970 sollte für Lotus kein Titel ohne Tragik zu erringen sein. Vier Rennen vor Saison-Ende, beim Großen Preis von Italien in Monza verunglückt der Österreicher Jochen Rindt während des Trainings so schwer, dass er noch auf dem Weg ins Krankenhaus an seinen inneren Verletzungen verstarb. Da sein bis dato herausgefahrener Punktevorsprung aber von keinem anderen Fahrer mehr erreicht werden konnte, wurde Rindt, als bislang einziger Fahrer, posthum zum Weltmeister ernannt. Das Team selbst gewann, nicht zuletzt durch den Sieg von Emerson Fittipaldi in den USA, vor Ferrari den Titel.

Fittipaldi gewann dann 1972 auch die Fahrerweltmeisterschaft; Lotus wurde wie auch im kommenden Jahr Konstrukteurs-Weltmeister. Den Titel des besten Fahrers holte sich 1973 jedoch Tyrrell-Pilot Jackie Stewart.

Mitte der 1970er konnte Lotus der wiedererstarkten Scuderia Ferrari, allen voran Niki Lauda, nichts entgegensetzen. 1977 schließlich revolutionierte Lotus mit den ersten Ground-effect-cars (der Unterboden ist wie ein umgekehrter Flügel geformt, so dass unter dem Auto ein Unterdruck entsteht, welcher den Wagen auf die Straße „saugt“. Durch an der Seite angebrachte Schürzen wird der Unterdruck gehalten - eine geniale aber gefährliche Konstruktion) die Formel 1 wieder einmal von neuem. Mit den damaligen Top-Piloten Mario Andretti und Ronnie Peterson gewann Lotus 1978 die Hälfte der Saisonrennen. Doch erneut dämpfte ein tödlicher Unfall die Siegesfreude des letzen Weltmeistertitels des Teams. Beim Großen Preis von Italien kam es aufgrund eines Startfehlers der Rennleitung zu einer Massenkarambolage in der der Wagen von Ronnie Peterson in Flammen aufging. Zwar konnte Peterson schnell aus dem Inferno befreit werden, doch eine Embolie in den Beinen, ausgelöst durch ärztliches Fehlverhalten, kostete dem sympatischen Schweden das Leben. Andretti wurde in diesem Jahr dann auch Weltmeister. Der letzte Titel den Lotus je gewinnen konnte. Mit dem nachfolgenden Modell Lotus 80 übertrieb Chapman seine Wing-Car Idee, und mit dem Lotus 81 entstand 1980 ein echter Flop. Das Doppelchassis des Lotus 88 wurde für 1981 nicht zugelassen. 1982 konnte in Zeltweg mit Elio de Angelis nach vier Jahren endlich wieder ein Lotus siegen - allerdings nur hauchdünn vor Keke Rosberg.

Der Niedergang Bearbeiten

Am 16. Dezember 1982 starb Colin Chapman an Herzversagen. Mit ihm verlor die Formel 1 einen seiner größten Konstrukteure die sie je hervorgebracht hatte. Lotus konnte nach seinem Tod nicht mehr an die erfolgreichen 1960er und 1970er anknüpfen und verschwand im Hinterfeld der Teams.

1983 trennten sich die Wege von Lotus und Ford Cosworth. Neuer Motorenlieferant der Briten wurde Renault der für die nächsten Jahre die Wagen mit Turbo-Motoren ausstattete. Dennoch änderte auch die Verpflichtung des späteren Weltmeisters Ayrton Senna nicht viel daran, das es nicht wirklich voran ging. Zwar konnten Senna und sein Teamkollege Elio de Angelis noch acht Siege in fünf Jahren feiern, doch eine Weltmeisterschaft lag in weiter Ferne. Die nächsten Saisons wurde nahezu jährlich der Motorenlieferant gewechselt. Nach dem zwischenzeitlichen Rückzug von Renault erhielt man neben McLaren Honda-Werksmotoren für 1987 und 1988. Jedoch konnte die neue Nr. 1 bei Lotus, Nelson Piquet, keine gute Beziehung zu den Japanern aufbauen, so wie Senna es vermochte. Zudem war der Lotus 100T aerodynamisch eher Mittelmaß, worauf Designer Gerard Doucarouge, der sich ebenfalls nicht mit Piquet verstand, als Schuldiger ausgemacht und entlassen wurde. Mit dem Beginn der Europasaison 1988 in Imola erhielt Lotus von Honda keine Werksunterstützung im Sinne neuer technischer Daten mehr. Nach kurzen Zwischenspielen mit Motoren von Judd (1989 und 1991) sowie Lamborghini (1990), kam Lotus für 1992 und 1993 wieder in den Genuss starker Kundenmotoren von Ford Cosworth. Für die Saison 1994 erhielt man exklusiv Motoren von Mugen-Honda. Die erwiesen sich allerdings als viel zu schwer und nicht ausreichend leistungsstark. Lediglich ein Exemplar der Entwicklungsstufe für 1995, die bereits Ligier versprochen war, konnte beim Großen Preis von Italien in Monza überzeugen, als Johnny Herbert im Qualifying seinen Lotus 109 sensationell auf den 4. Platz stellte. Im Rennen wurde Herbert jedoch von Eddie Irvine im Jordan bereits in der ersten Schikane „abgeschossen“. So kam dieser neue Motor nur kurz zum Einsatz. Nach diesem Grand Prix meldete der Rennstall Lotus Konkurs an. Bis zum Saisonende 1994 musste man beim inzwischen insolventen Lotus-Rennstall wieder auf die hoffnungslos unterlegene Vorgängerstufe zurückgreifen. Beim Australien-Grand-Prix 1994 hatte das Team Lotus sein letztes Rennen. Punktlos verabschiedete sich das Team nach der Saison 1994 für immer von der Formel-1-Bühne. Mit Jim Clark, Graham Hill, Jochen Rindt, Emerson Fittipaldi und Mario Andretti erreichte man insgesamt sechs Fahrerweltmeisterschaften.

Das Pacific-Team kaufte einen Teil der Konkursmasse des Lotus Rennteams. Daher zierte das berühmte grün-gelbe Emblem 1995 noch die Formel-1-Boliden dieses erfolglosen Rennstalls, das in seinem zweiten und letzten Jahr in der Formel 1 zusammen mit Forti-Corse am Ende des Feldes zu finden war.

Lotus gestaltete die Formel 1 über Jahrzehnte erfolgreich mit.
(Stand: März 2009)
Artikel des Monats Artikel des Monats: April 2009

Lotus Rennwagen von Lotus

Formel 1: 1216182118/212425223320434949B6349C72A72B72C72D56B6972E7672F777879808181B888787B 919293T94T95T97T98T99T100T101102102B102D107107B107C109
Konstrukteursweltmeister der Formel 1

1958 Vanwall · 1959 Cooper · 1960 Cooper · 1961 Ferrari · 1962 BRM · 1963 Lotus · 1964 Ferrari · 1965 Lotus · 1966 Brabham · 1967 Brabham · 1968 Lotus · 1969 Matra · 1970 Lotus · 1971 Tyrrell · 1972 Lotus · 1973 Lotus · 1974 McLaren · 1975 Ferrari · 1976 Ferrari · 1977 Ferrari · 1978 Lotus · 1979 Ferrari · 1980 Williams · 1981 Williams · 1982 Ferrari · 1983 Ferrari · 1984 McLaren · 1985 McLaren · 1986 Williams · 1987 Williams · 1988 McLaren · 1989 McLaren · 1990 McLaren · 1991 McLaren · 1992 Williams · 1993 Williams · 1994 Williams · 1995 Benetton · 1996 Williams · 1997 Williams · 1998 McLaren · 1999 Ferrari · 2000 Ferrari · 2001 Ferrari · 2002 Ferrari · 2003 Ferrari · 2004 Ferrari · 2005 Renault · 2006 Renault · 2007 Ferrari · 2008 Ferrari

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