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Formel-1-Saison 1960

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Die Formel-1-Saison 1960 war die elfte Saison der Formel 1. Insgesamt wurden zehn Große Preise ausgetragen, darunter auch letztmalig das 500-Meilen-Rennen von Indianapolis, das seit 1950 zur Weltmeisterschaft zählte. Fahrerweltmeister wurde zum zweiten Mal Jack Brabham auf dem Konstrukteurs-Weltmeister Cooper vor Bruce McLaren und Stirling Moss.

Beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps kam es zu einem der tragischsten Wochenenden der Formel-1-Geschichte. Im Training kam es zu zwei schweren Unfällen bei denen Stirling Moss und Mike Taylor schwer verletzt wurden. Im Rennen verunglückten dann Alan Stacey und Chris Bristow tödlich.

Bei der Punktevergabe gab zudem eine Regeländerung, bei der es nunmehr keinen Punkt mehr für die schnellste Rennrunde, sondern für den sechsten Platz.

Rennkalender Bearbeiten

Datum Großer Preis Rennstrecke Distanz Sieger Team
07.02. Argentinien Argentinien Buenos Aires 80 × 3.912 km = 312.960 km Neuseeland Bruce McLaren Cooper
29.05. Monaco Monaco Monte Carlo 100 × 3.145 km = 314.500 km Großbritannien Stirling Moss Lotus
30.05. Vereinigte Staaten Indy 500 Indianapolis 200 × 4.023 km = 804.600 km Vereinigte Staaten Jim Rathmann Watson
06.06. Niederlande Niederlande Zandvoort 75 × 4.193 km = 314.475 km Australien Jack Brabham Cooper
19.06. Belgien Belgien Spa-Francorchamps 36 × 14.100 km = 507.600 km Australien Jack Brabham Cooper
03.07. Frankreich Frankreich Reims 50 × 8.302 km = 415.100 km Australien Jack Brabham Cooper
16.07. Großbritannien Großbritannien Silverstone 77 × 4.711 km = 362.747 km Australien Jack Brabham Cooper
14.08. Portugal Portugal Porto 55 × 7.407 km = 407.385 km Australien Jack Brabham Cooper
20.11. Vereinigte Staaten USA Riverside 75 × 5.271 km = 395.325 km Vereinigte Staaten Phil Hill Ferrari

Siehe auch: Formel-1-Saison 1960/Nicht zur WM zählende Rennen

Wertung Bearbeiten

Fahrerwertung Bearbeiten

Bei der Punktevergabe werden nur die besten sechs Rennergebnisse gewertet. Der Punkteschlüssel ist: 8-6-4-3-2-1

Platz Fahrer Team Argentinien
ARG
Monaco
1960
Vereinigte Staaten
500
Niederlande
NED
Belgien
BEL
Frankreich
FRA
Großbritannien
GBR
Portugal
POR
Italien
ITA
Vereinigte Staaten
USA
WM
1. Australien Jack Brabham Cooper - - 8 8 8 8 8 3 43
2. Neuseeland Bruce McLaren Cooper 8 6 - 6 4 (3) 6 4 34(37)
3. Großbritannien Stirling Moss Cooper, Lotus - 8 3 - - 8 19
4. Großbritannien Innes Ireland Lotus 1 - 6 - - 4 1 6 18
5. Vereinigte Staaten Phil Hill Ferrari, Cooper - 4 - 3 - - - 8 1 16
6. Belgien Olivier Gendebien Cooper - 4 6 - - - 10
Deutschland Wolfgang von Trips Ferrari 2 - 2 - - 1 3 2 - 10
8. Vereinigte Staaten Jim Rathmann Watson 8 8
9. Vereinigte Staaten Richie Ginther Ferrari 1 1 - 6 8
10. Großbritannien Jim Clark Lotus - 2 2 - 4 - 8
11. Großbritannien Tony Brooks Cooper 3 - - - 2 2 - 7
12. Großbritannien John Surtees Lotus - 6 - - 6
Großbritannien Cliff Allison Ferrari 6 - 6
Vereinigte Staaten Rodger Ward Watson 6 6
15. Großbritannien Graham Hill BRM - - 4 - - - - - 4
Vereinigte Staaten Paul Goldsmith Epperly 4 4
Belgien Willy Mairesse Ferrari - - 4 4
18. Schweden Joakim Bonnier BRM - 2 - - - - - 2 4
19. Großbritannien Henry Taylor Cooper - 3 - - - 3
Vereinigte Staaten Don Branson Phillips 3 3
Italien Giulio Cabianca Cooper 3 3
Argentinien Carlos Menditeguy Cooper 3 3
23. Vereinigte Staaten Johnny Thomson Lesovsky 2 2
24. Großbritannien Ron Flockhart Lotus, Cooper 1 1
Vereinigte Staaten Eddie Johnson Trevis 1 1
Italien Lucien Bianchi Cooper 1 - - 1
Deutschland Hans Herrmann Porsche 1 1

Konstrukteurswertung Bearbeiten

Bei der Punktevergabe kommt nur der jeweils bestplatzierte Wagen eines Konstrukteurs in die Wertung. Nur die besten sechs Rennergebnisse gewertet. Der Punkteschlüssel ist: 8-6-4-3-2-1. Die Wagen der Indianapolis 500 kamen nicht in die Wertung.

Platz Team Motor Argentinien
ARG
Monaco
1960
Vereinigte Staaten
500
Niederlande
NED
Belgien
BEL
Frankreich
FRA
Großbritannien
GBR
Portugal
POR
Italien
ITA
Vereinigte Staaten
USA
WM
1. Großbritannien Cooper Climax 8 (6) 8 8 8 8 8 - (4) 48 (58)
2. Großbritannien Lotus Climax (1) 8 6 2 (2) 6 4 8 34 (31)
3. Italien Ferrari Ferrari 6 4 2 3 - (1) 3 8 26 (25)
4. Großbritannien BRM BRM - 2 4 - - - - 2 8
5. Großbritannien Cooper Castellotti - - - 3 - 3
Großbritannien Cooper Maserati 3 - - - - - - - 3
7. Deutschland Porsche Porsche - 1 1

AnmerkungenBearbeiten

  • Der US-Amerikaner Harry Blanchard kommt am 31. Januar beim 1000-km-Rennen in Buenos Aires ums Leben.
  • Der Venezolaner Ettore Chimeri starb am 27. Februar bei einem Grand Prix für Sportwagen in Kuba.
  • Beim Italien-GP kommt es zum Skandal: Nachdem Ferrari die gesamte Saison hinter den Erwartungen zurückblieben, entschieden die italienischen Veranstalter kurzfristig, den Großen Preis auf der Oval-Strecke auszutragen. Bei den britischen Teams BRM, Cooper und Lotus kam es zu einem Streik, so dass neben der Scuderia Ferrari nur Porsche werksseitig vertreten war.
  • Harry Schell verunglückt im Training für die International Trophy, ein nicht zur Weltmeisterschaft zählendes Formel-1-Rennen, in Silverstone tödlich.


Saisonüberblick der Formel 1

1950 · 1951 · 1952 · 1953 · 1954 · 1955 · 1956 · 1957 · 1958 · 1959 · 1960 · 1961 · 1962 · 1963 · 1964 · 1965 · 1966 · 1967 · 1968 · 1969 · 1970 · 1971 · 1972 · 1973 · 1974 · 1975 · 1976 · 1977 · 1978 · 1979 · 1980 · 1981 · 1982 · 1983 · 1984 · 1985 · 1986 · 1987 · 1988 · 1989 · 1990 · 1991 · 1992 · 1993 · 1994 · 1995 · 1996 · 1997 · 1998 · 1999 · 2000 · 2001 · 2002 · 2003 · 2004 · 2005 · 2006 · 2007 · 2008 · 2009 · 2010

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